Homecoming 2 Chapter 8 – „Babysitting“

Na? Wie geht’s, wie steht’s? Abenteuer läuft gut? Du hast endlich den Dämonen gefunden. Gute Arbeit. Aber jetzt musst du irgendwie in die kleine Spielzeugkugel gelangen.

„Was ist mit dir?“ fragt Yoru. „Hast du nicht mehr deine Kräfte? Kannst du dich nicht dorthin teleportieren?“ „Du denkst auch wirklich, dass es so einfach wäre. Nun ja, das ist es auch. Aber verstehe mich jetzt nicht falsch. Es ist nicht so, dass ich es nicht tun kann. Ich will es einfach nicht tun. Aber ja, meine besonderen Kräfte habe ich. Selbst dort oben, im Nexxuz Prime.

Yoru ist überrascht. „Was meinst du, ‚im Nexxuz Prime‘? Du hast die Kräfte, mit denen du-“ „Mit denen ich Dinge tun kann. Planeten Machen boom, Menschen schreien ein wenig. Sowas. Ich kann Strahlen, Stacheln, Nadeln und Kugeln verschießen und noch etwas mehr.

„Aber wie? Ich dachte diese Kräfte hättest du nur in den zeit-Polygonen?“ „Wieso sollte ich? Du hast dein Erashin auch überall. Aber lass es mich dir einfach erklären. Diese ganze Sache damals, im Sephyr Polygon, das war schon teils real. Oder es basierte auf realen Ereignissen. Ich bin der letzte meiner Art. Auch dort oben, im Nexxuz Prime. Aber das hat andere Grüne. Welche, die ich dir noch nicht erklären kann, darf und will. Aber warte einfach eine Weile.

Jaster hat also seine vollen Kräfte. Er könnte mich hier ganz einfach rausholen, unsere Feinde töten und diese Stadt retten. Aber ich nehme an.. das wäre der easy Mode.

„Verstehe. Nun, dann kann man daran nichts ändern, Jaster.“ „Du bist auffällig ruhig. Ich dachte du würdest dich jetzt aufregen. Aber ich glaube.. nach all der zeit, habe ich dich etwas verlernt. Wie auch immer. Morgen ist der große Tag, oder? Das Abkommen, Geld, Fahrzeuge, vieles mehr. Ich will dich dann mal nicht länger vom Schlafen abhalten. Schließlich ist es im Moment recht interessant, dir zuzuschauen. Es ist so, wie damals.

Er kichert erleichtert, winkt Yoru zu und verschwindet. „Immer wieder seltsam, dieser Typ“ denkt sich Yoru und legt sich hin. Der nächste Tag beginnt und Nanago steht bereits an Yorus Bett. „Was tust du?“ fragt er sie. „Ich schaue nur, ob es dir gut geht. Du hast im Schlaf gesprochen.“

Er steht auf, geht mit ihr, Shiro und Zerko, welcher auch schon da ist, an den Esstisch und sie frühstücken gemeinsam. Brot und Brötchen mit Käse und Wurst, etwas Salat und Essiggurken. Zirko und Yoru essen Brötchen mit Wurst und aufgeschnittenen Gurken, Shiro isst Brut mit Marmelade und Nanago Brot und Brötchen mit Käse. Als sie alle fertig sind, warten sie. „Wann geht es los?“ fragt Yoru. „Wir sollen um 15:35 Uhr vor seinem Büro stehen. Wir haben also noch sechs Stunden Zeit. Bloß haben wir ein Problem.“

„Welches?“ fragt Zirko Nanago. „Eigentlich sollte ich heute bis 13 Uhr auf den Sohn von einem Freund von meinem Vater aufpassen. Aber… Ich weiß nicht. Vielleicht lasse ich es doch. Oder…“ „Könnten wir nicht mitkommen?“ fragt Yoru. „Theoretisch schon. Dann könnten wir dort noch ein wenig reden, während wir aufpassen. Gute Idee. Ich sollte in 15 Minuten da sein. Sollen wir gehen?“ „Bereit wären wir.“ „Dann kann es ja losgehen.“

Gemeinsam steigen sie auf die Gleiter auf. Yoru als Pilot und Zirko als Beifahrer auf einem und Nanago als Pilotin und Shiro als Beifahrerin auf dem anderen Gleiter. Sie fliegt los und führt Yoru. Keine zehn Minuten dauert es, bis sie ankommen. „Hier sollten wir problemlos parken können“ meint Nanago und die Gleiter werden neben der Haustür abgestellt.

Als es an der Tür klingelt, öffnet sie ein Junge, der nicht viel jünger als Yoru und Zirko selbst ausschaut. Er trägt eine Brille, hat blaue Augen, ein Pflaster auf der Nase, kürzere, schwarze Haare und trägt einen weißen Hoodie mit blauen Bändern.

„Hey“ grüßt er Nanago. „Hey. Deine Eltern sind schon weg, oder?“ „Ja, sind sie. Wer sind die anderen beiden?“ „Nur Freunde. Sie helfen mir beim Aufpassen.“

Er schaut Yoru und Zirko für mehrere Sekunden genauer an. „Verstehe. Kommt rein.“

Während wir durch das Wohnzimmer laufen, fragt Zirko: „Und auf diesen Jungen passt du auf? Er wirkt nicht wirklich wie ein Kleinkind, was wenig Ahnung hat.“ Nanago schaut zu ihm und meint: „Ich weiß. Er ist nur ein Jahr jünger als ich. Aber seine Eltern bezahlen mich dafür. Von daher. Einfaches Geld.“

Der Junge setzt sich auf die Couch und spielt ein Spiel. Yoru und Nanago sitzen neben ihm. Und Zerko und Shiro reden im Nebenzimmer miteinander. „Was machst du in deiner Freizeit?“ fragt Yoru den Jungen. „Ich fahre und spiele Spiele. Nicht wirklich viel. Und du?“ „Auch nicht wirklich viel mehr. Aber was fährst du? Richtige Schiffe?“ Nanago nickt. „Er ist tatsächlich ein ganz guter Pilot. Auch, wenn man es nicht vermutet.“

Yoru denkt nach und kratzt sich am Kinn. „Also kann er besser-… Er kann besser fliegen, wie du, Nanago?“ Leise und beschämt sagt sie: „Ja, kann er.“ „Und.. uns beitreten kann er nicht, als Pilot. Oder?“ „Bei was?“ fragt er neugierig. Yoru und Nanago schauen sich an. „Darf ich es erzählen?“ fragt er sie flüsternd. „Ja.“

„Wir sind Teil von einer kleinen Gruppe, die versucht, die Stadt zu retten.“ „Von Doth Lyrus?“ „Ja, unter anderem. Aber in den Schatten lauern noch weitere Bedrohungen.“ Er überlegt und spielt sein Spiel parallel weiter. Im Spiel steigt er in ein Schiff ein und fliegt los. Sofort fliegt er los und weicht problemlos alles Hindernissen aus. Es ist zwar nur ein Spiel, aber wenn er im echten Leben auch nur ansatzweiße so gut fliegen kann, wäre er perfekt fürs Team.

„Dabei wäre ich auf jeden Fall. Ich habe nichts zu tun und es klingt spannend. Aber ich müsste noch meine Eltern fragen. Aber ich denke auch, dass die nichts dagegen hätten. Sie sagen immer, dass ich alleine zu Scheiße bauen würde und jemand auf mich aufpassen muss. Aber wenn ich unter drei anderen Leuten bin, sollte das gehen.“

„Perfekt!“ hören sie Zerko rufen. „Dann lasst uns gleich mal einen Testflug machen!“ „Aber wie? Wir haben kein Schiff? Erst nach dem Vertrag später bekommen wir eins, beziehungsweise bekommen den Check, um uns eins kaufen zu können. Im Moment sollten wir einfach bis 13:00 Uhr hier warten, bis die Schicht vorbei ist. Da sollte auch seine Mutter kommen. Verstanden?“ fragt Nanago leicht genervt. „Ja, Ma’am.“

Er geht zurück in das Nebenzimmer, wo er weiter mit Shiro redet. „Wie ist eigentlich dein Name?“ „Ayanami. Und eure?“ „Ich heiß Yoru. Nanago kennst du bereits. Das andere Mädchen heißt Shiro und ist Nanagos Schwester und der Typ heißt Zerko.“ Nach einer Weile des Redens entschließt sich Shiro etwas nach draußen zu gehen, um frische Luft zu schnappen. Doch keine fünf Minuten später bemerkt Nanago durch das Fenster, dass Shiro von zwei fremden Männern dumm angemacht wird.

Sie läuft zur Tür und öffnet diese. Ohne was zu sagen, zieht sie ihre Pistole und sagt: „Lasst sie in Ruhe.“ Einer der beiden rennt weg, doch der andere hält seine Hände in die Luft und beginnt zu lachen.

Er trägt ein schwarzes Shirt, eine lilane Jacke, hat längere, graue, lockige Haare, gelb-orangene Augen und Handschuhe über den Händen.

„Nur zu. Schieß. Ne, wirklich. Versuch es mal.“ Ohne genauer darüber nachzudenken und genervt drückt sie ab und schießt, doch die Prothenographkugel prallt einfach an seiner Haut ab. „Was Erashin aus einem normalen Jungen machen kann, nicht wahr? Hehe. Und keine Sorge. Wir wollten sie wirklich nur nach dem Weg fragen. Übrigens. Mein Name ist Henjuko Sakamoto. Merke ihn dir. Bis dann.“

Lachend läuft er davon, die Wege entlang und biegt rechts an der nächsten Gasse ab. „Stimmt das?“ fragt sie Shiro. „Ja. Sie haben wirklich nur nach dem Weg gefragt.“ „Verdammt…“

Peinlich läuft sie zurück zur Couch und tut so, als wäre nie etwas passiert. Die restlichen Stunden vergehen recht schnell und um 13:01 Uhr öffnet sich die Tür. Eine Frau, die Mutter von Ayanami, kommt rein und dankt Nanago und ihren Freunden für das Aufpassen. Sie bekommt ihr Geld und gemeinsam fliegen sie zurück. Mit Ayanami haben sie davor abgemacht, dass er erst alles mit seinem Vater abmachen soll und dann ab morgen dabei sein darf, wenn der Vater denn zustimmt.

Während dem Heimweg fliege sie an Polizeischiffen vorbei, doch keine Sirene beginnt zu läuten. Vorsichtig fliegen sie passiv am Rand und hoffen, nicht erkannt zu werden. Und als sie endlich wieder bei der Basis ankommen, werfen sie sich auf die Couch. „Puh. Jetzt erstmal ausruhen. Übrigens. Wer wird eigentlich den Vertrag da unterschreiben und zum Büro gehen?“ fragt Zerko.

„Ich würde mich bereiterklären“ meint Yoru und sie einigen sich, dass er es sein wird. Um 14:45 Uhr soll er losfliegen, zum Turm von Seibutsu-Industries, wo Mr. Serv arbeitet und Bescheid geben, dass er ein Termin mit ihm hat.

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