Katoku V.1 Ch.1 – Der Fluch

Ich sehe nichts als Dunkelheit. Aus dieser ertönen erneut die Schreie. Sie wirken so, als würde ich sie kennen. Sämtliche Stimmen habe ich schon einmal irgendwo gehört. Aber wo? Und was schreien sie?

„Du Verräter!“? „Die Ambs sind zu schwach, bringt Verstärkung!“? Was hat das zu bedeuten?
„Kasuo, Sen, es tut mir leid!“ Wer sind Kasuo und Sen? Ich kenne diese Namen…

„Tengi, es ist vorbei!“? „Soru, ich liebe dich!“? „Jaster, stop!“?

Was sind diese Stimmen. Wieso höre ich sie? Wieso sehe ich sie? Menschen, viele Menschen, sie flüchten vor gigantischen Wesen und Roboter beschützen sie. Zwei Kinder, sie kämpfen gegen einen Jungen mit weißen Haaren. Zwei Personen mit besonderen Fähigkeiten. Sie und eine Art Superheld Kämpfen gegeneinander. Ein seltsamer, fliegender Kobold. Er Kämpft gegen einen Jungen der Wind verschießt. Der Junge wird getötet und der Kobold lacht.

Was du hier siehst sind Geschehnisse, welche lange vor und nach deiner Zeit stattfinden oder stattfanden. Sie alle gehören deiner Familie an. Sie alle litten. Werde nicht so wie sie. Werde anders.

Meine Augen öffnen sich blitzschnell. Ich schaue mich um und sehe, dass Itsuki und Akihiro neben mir liegen. Wir befinden uns auf einem Haufen Laub unter einem sehr, sehr großen Baum. „Leute, wacht auf!“

Ich schüttle sie und langsam beginnt erst Itsuki seine Augen zu öffnen, danach Akihiro. „Wo sind wir? Ich dachte ich wäre gestorben“ sagt Akihiro. „Sind wir nicht. Aber trotzdem. Wir wurden von dieser Kiste aufgesaugt, nicht? Wieso sind wir also in einem Wald?“ Itsuki ist genauso verwirrt, wie ich.

„Schauen wir uns um. Und damit meine ich, dass ihr zwei euch umschaut. Sagt mir, wenn ihr herausgefunden habt, wo wir hier sind.“ Ich laufe Schritt für Schritt durch den Wald. Hinter mir Itsuki.

„Wir haben keine Chance herauszufinden, wo wir sind. Das schaut nicht mal nach unserer Welt aus. Seit wann gibt es Pilze, die drei Mal so groß sind, wie Menschen?“ „Du hast recht. Das wirkt wirklich schon fast nach einer neuen-…“ Ich sehe einen Fuchs auf zwei Beinen und zeige auf ihn. Er nähert sich uns und fängt an zu sprechen.

„Guten Tag. Wie mir scheint seid ihr zwei die, die die Göttin gemeint hat. Ich bin ein Abgesandter von ihr uns soll euch fürs erste beschützen.“

„Hat der Fuchs gerade gesprochen?“ fragt mich Itsuki. „Ich glaube schon.“ „Sicher, dass in der Kiste kein komischer Stoff war?“

„Ach was“ meint der Fuchs. „Ich kann euch alles erklären, sobald ihr in mein Haus am Berg kommt.“ Sollen wir ihm folgen? Er ist schließlich ein sprechender, fremder Fuchs der plötzlich von einer Göttin spricht.

„Komm mit“ sagt Itsuki, der dem Fuchs bereits hinterher läuft. Es dauert nicht lange bis wir bei seinem Haus ankommen. Eine kleine Hütte in einem Berg. Durch eine kleine Scheibe kann man hinein schauen. „Kommt rein!“

Wir betreten sein Haus, machen es uns am Ofen gemütlich und warten, dass er zu uns kommt um uns zu erzählen, was passiert ist. Was er nach wenigen Minuten auch tut. Kurz davor macht er sich noch einen Tee. Ein kultivierter Fuchs.

„Die Göttin hat es mir wie folgt erklärt: Eine dunkle Kraft, zum ersten Mal seit 100 Jahren wieder aktiv, hat sich einen zufälligen Punkt in einem Gebäude Namens ‚Schule‘ ausgesucht, an welchem sich ein Portal in diese Welt öffnen soll. Die Göttin vermutet, dass das Wesen, welches das Portal geöffnet hat, in dieser Welt ist und genau dich, Hitachi, sucht.“

Itsuki schaut mich komisch an. Verständlich.

„Wieso mich?“ frage ich den Fuchs. „Es hat etwas mit deinem Familiennamen zu tun. Die Sazukis wurden schon seit dem Jahre 1600 verflucht. Grund ist ein Deal, den ein Sazuki mit einem Dämon gemacht hat. Schwierig zu erklären. Seitdem ist kein Leben eines Sazukis ohne ein größeres Problem abgelaufen. Und deins könnte das nächste werden.“

Hat das diese Stimme mit „Werde anderes“ gemeint? Ich soll nicht so werden, wie meine Vorfahren. Waren die Stimmen und Szenarios die ich gesehen habe meine Vorfahren? Und wer oder was ist diese dunkle Kraft?

„Was ist mit mir? Wieso bin ich hier?“ fragt Itsuki aufgeregt. „Ich weiß es nicht. Es tut mir leid. Aber wenn du sein Freund bist, dann helfe ihm. Er soll es sein, der dieses unendlichen Fluch der Sazukis ein für alle Mal beendet. Und ich, Myerlien, werde ebenfalls so gut ich kann helfen.“

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