Devout Mecha Exodus Chapter 15 – Im Apostel

Er rast auf Model Jester zu und versucht ihn zu fressen. Dieser kann rechtzeitig ausweichen, doch wird im Wasser so stark aufgewirbelt, dass er sämtliche Kontrolle verliert und sich dreht. Der Fisch dreht sich und will gerade zubeißen, als Model Taax durch die Decke bricht, sein Seil durchtrennt und einen Speer mit den kleinen extra Händen des Bohrers in den Kopf des Fisches rammt. Er versucht sich so stark er kann zu drehen und die Lanze loszuwerden, doch ohne Erfolg.

Taax rammt die Waffe immer und immer tiefer in den Kopf, bis sich der Apostel Fisch nicht mehr rührt. Er schwimmt regungslos im Wasser und treibt davon. „Das war knapp. Vielen Dank“ sagt Yoru. „Kein Problem. Du kannst nichts dafür. Das nächste Mal sollte JAEO die genaue Form und Masse das Apostels wissen, bevor sie einfach so ihre Puppen losschicken. Gehen wir.“

Sie nutzen ihre Düsen und treiben nach oben, wo sie sich an den Seilen festheben und hochklettern wollen, als eine Durchsage spricht: „Er lebt noch!“ Plötzlich ein Schmerz an Yorus Füßen. Model Jester wurde in die Beine gebissen und die Bestie zieht ihn in die Tiefen hinunter. Taax lässt sein Seil los und versucht, hinterher zu schwimmen. Doch ohne Erfolg. Der Apostel ist schneller, wie er. Sehr viel schneller. Nur noch die Schwanzflosse ist zu sehen.

Doch Jack hat eine Idee. Er blickt mit dem Körper nach unten und an seiner Schulter öffnet sich ein kleiner Schacht, aus welchem ein Enterharken geschossen kommt. Er fliegt in die Tiefen des Wassers. Es ist unklar, ob er treffen wird, oder ob der durch die Flosse erzeugte Druck den Harken wegdrängen wird. Es gilt zu warten. Und das tut er auch.

Warten.

Mehrere Sekunden, die sich schnell wie Minuten anfühlen. Und letztendlich zu augenscheinlichen Stunden werden. „Verdammt“ flüstert Jack, als plötzlich sein gesamter Oberkörper nach unten gezogen wird und er realisiert, dass der Enterharken doch getroffen hat. Sofort zieht er das Seil an und nähert sich dem Fisch. Aus dem Dunklen, Schmutzigen nähert er sich. Bis er sich an der Haut des Apostels festhält und seinen Speer vom Rücken zieht. Er sticht in ihn rein, immer und immer wieder.

Der Fisch verliert Blut, welches eine Spur hinter sich herzieht. Doch er scheint nicht langsamer zu werden. Jack hat eine letzte Idee, lässt Model T44x den Speer nehmen und in den Rumpf der Flosse stechen. Der Apostel bleibt stehen, zittert ein wenig und Model Taax nutzt die Chance, schwimmt vor den Fisch und rammt ihm den Speer ins Auge. Er schreit. Es klingt wie der Schrei eines Wals, nur lauter, höher und mit mehr Hall. Kurz gesagt: Himmlischer.

Er schwimmt hoch und drückt den Speer mit seinem Fuß so tief in den Fisch, wie es nur geht. Es trifft das vermeintliche Hirn des Apostels. Dieser bricht sämtliche Bewegungen ab, seine Augen beginnen aufzuleuchten und platzen. Eine dunkle Flüssigkeit dringt aus den leeren Augenhöhlen hervor. „Ist er tot?“ fragt Jack und die Stimme von Kano antwortet: „Ja.“

Model Taax will zu Model Jester, sucht ihn, ruft seinen Namen, doch wird nicht fündig. Bis er etwas realisiert. Es kann gut sein, dass- „Yoru wurde vom Apostel gefressen!“ ruft Jack. „Bist du dir sicher?“ „Zu 90%. Er ist hier nirgendswo.“ „Wir schicken einen Trupp nach unten,“ meint Kano, „und lassen den Apostel aufschneiden. Wenn er wirklich im Apostel steckt, kann man ihn so am einfachsten dort rausholen.“

„Aber wie lange reicht die Energie?“ fragt Jack. „Unsere Ambs halten 30 bis 40 Minuten aus. Und seiner?“ „Er ist größer und kostet mehr Energie. Ich würde sagen… 25 Minuten maximum. Und 20 sind schon vergangen. Verdammt. Schwimm so schnell du kannst nach oben. Ich gebe dem Trupp des A.U.T.’s bescheid.“ „Verstanden.“ Er versucht nach oben zu schwimmen, zum Apostel Umbau-Team, doch etwas hält ihn davon ab. Er schaut runter und bemerkt den Enterharken. Er steckt noch immer im Fisch.

„Goddamnit!“ Er kann das Seil nicht einfach durchschneiden. Es ist extra so konzipiert, dass es beinahe unmöglich ist, es zu durchtrennen. Er schwimmt zurück zum Fisch und versucht den Enterharken aus diesem rauszuziehen. Doch ohne Erfolg. Er steckt zu fest drinnen. Model T44x nimmt seine Bohrhände und versucht damit in das Innere des Fisches vorzudringen. All das Blut schwimmt an ihm vorbei und es dauert nicht lange, bis er das Innere des Magens sehen kann. Und in diesem eine große, lilane Platte. „Kannst du mich hören, Yoru?“ Aber keine Antwort.

Fünf Minuten zuvor, als die Beiden gerade an den Seilen hochklettern wollen, zieht eine enorme Kraft Jester nach unten. Yoru realisiert recht schnell, dass es es der noch lebendige Apostel ist. Er zieht ihn in die Tiefen, wo nichts mehr zu sehen ist und das letzte Können in den vier übrigen Sinnen liegt. Der Schmerz in seinen Beinen wird stärker. Er nimmt die Bohrer und versucht durch die Backe das Fisches zu bohren. Dieser beißt so stark zu, wie er nur kann.

Yoru verliert die Kontrolle über den Ambassador und ein unbeschreiblicher Schmerz überkommt seinen Körper. Es fühlt sich an, als hätte er die Beine verloren. Oder hat er sie verloren? Er will nachschauen, doch hat angst. „Wieso? Wieso? Dieser… verdammte Amb. Gott, wieso.“ Ihm fällt das Atmen schwer. Sauerstoff wird knapp. Und zu wissen, dass er irgendwo umherschwimmt, in den Tiefen einer Höhle, gefüllt mit Wasser und so dunkel, dass kaum etwas zu sehen ist, hilft nicht wirklich. Er will ein Signal abgeben, doch es funktioniert nicht. Und plötzlich, als alles zu Ende zu sein scheint, bewegt sich der Ambassador automatisch.

Er breitet die Arme aus, aktiviert extra Düsen, welche sich an ihnen befinden und schwimmt nach oben. Zur selben Zeit befindet sich am Grund der Höhle und versucht noch immer, in das Innere des Fisches zu gelangen. Bis eine Durchsage von Kano kommt. „Er wurde gefunden. Aber wo bist du?“ „Er wurde gefunden?“ fragt Jack verwirrt. „Okay, ich komme sofort.“

Er nimmt das Seil, zieht es aus dem Apostel raus und aktiviert seine Düsen, mit denen er nach oben Schwimmt. Es dauert fast Zehn Minuten, bis er oben, in Sicherheit, ankommt und das Seil hochklettert. Sofort sieht er den Oberkörper von Yorus Amb. „Wo ist er? Noch im Roboter?“ fragt Jack. „Er wurde rausgeholt“ antwortet Himari, die neben ihm steht. Ihr Amb steht schon wieder in der weißen Halle. „Er hat starke Verletzungen an den Beinen. Aber nichts, was bleibende Schäden hinterlassen wird.“

„Verstehe“ sagt Jack leise, läuft in die Halle und steigt aus seinem Ambassador aus. Er klettert die Leiter runter, läuft durch die Halle, zurück nach draußen, wo noch Himari sitzt und setzt sich neben sie hin. „Wo ist er gerade?“ „Keine Ahnung. Irgendwo dort hintern, in einem der Nebengebäude.“ Direkt an der Halle grenzen zwei kleinere Gebäude an. Eines von beiden scheint ein Krankenhaus zu sein. Das andere ein Lagerhaus.

Sie sitzen dort für eine ganze Weile. Die Arbeiter laufen an ihnen vorbei. Ohne eine Pause hören sie Leute, die sprechen, rufen, Maschinen sind zu hören, das zirpen der Grillen ertönt und nach einer halben Stunde kommt Yoru aus dem Krankenhaus. Er läuft langsam und achtet auf seine Schritte. Jack winkt ihm zu und nähert sich Yoru. „Alles okay?“ „Alles okay. Die Schmerzen sollen frühstens morgen Früh, aber vermutlich eher morgen Mittag weg sein. Und bei dir?“ „Ich hätte fast den gesamten Fisch durchdrungen, um dich zu finden. Weißt du noch, was passiert ist?“

„Nein.“

„Verstehe.. Sollen wir noch ein wenig den Sonnenuntergang beobachten?“ „Gerne.“ Sie laufen los, als Himari sagt: „Und was ist mit mir?“ „Du kannst natürlich auch gerne mitkommen.“ Sie steht auf und läuft zu den Beiden. Als kleine Gruppe gehen sie über die Treppen hoch, welche auf einen kleinen Hügel führen. Ganz oben Steht eine Bank, neben ihr ein Baum und ein Mülleimer. Yoru, Jack und Himari setzen sich und blicken über die Halle und die Stadt, bis hin zur Schule, die ganz, ganz hinten steht, am Berg, hinter dem das Meer beginnt.

Ein weiteres Flugzeug fliegt über ihre Köpfe hinweg in Richtung des Meeres. Es fliegt über die golden schimmernde Stadt und führt einen Schatten mit sich. „Wo fliegen diese Menschen hin?“ fragt Yoru. „Vermutlich nach Europa. Dort gab es schon länger Angriffe mehr. Die von den bisherigen 7 Stück fanden vier hier Statt, zwei in Amerika und einer in Deutschland.“ „Verstehe…. Wieso sind wir dann hier? Und nicht in Europa?“ „Gute Frage. Den selben Gedanken hatte ich schon öfters. Aber mittlerweile ist es eine zu große Aufgabe, um nun davon zu flüchten. SO komisch es klingt und so wenig wir es wollen. Wir sind sowas wie die Beschützer von Japan.

Auf einem Hochhaus, über welchem vier riesige Bäume stehen, dessen Krone ein Dach bilden, befindet sich ein Restaurant. Dort sitzen Ryozuki, Saeo und Kano. „Alles läuft gut“ sagt Kano und blickt übers Meer. „Tatsächlich macht sich das neue Kind besser, als erwartet. Auch Jack hat heute mehr Einsatz gezeigt, als für gewöhnlich. Selbst ich fühle mich zum ersten Mal in diesem Land sicher.“

„Ich habe nur wenig gehört und noch weniger gesehen. Aber es scheint wirklich, als wären unsere Kinder ein paar der besten der Welt. In Frankreich gab es heute den ersten Apostel Angriff jemals. Zwei Kinder sind gestorben. In Amerika gibt es bis heute keine neuen Amb Piloten, da sie keine passenden finden. Wir haben es hier wirklich gut.“ „Auf jeden Fall“ sagt Kano. „Daher sollten wir es und nicht mit ihnen versauen. Was heute geschehen ist, hätte nie passieren dürfen. Wir müssen genauer vorgehen und ihnen sagen können, womit sie zu rechnen haben. Wir hätten beinahe zwei Kinder verloren. Wäre das passiert, wäre dieses Land dem Untergang geweiht.“

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