Zeguni – Satsujin (Prolog)

„Ihr habt ihn beschworen. Den Gott des Mondes. Wie konntet ihr nur?..“

„Das.. Das ist ein Witz, richtig? Wir haben den Stein zerstört, damit kein Mondgott auf diese Welt kommt!“ Wurden wir verarscht? Das darf nicht wahr sein. Diese Leute wollten ihn gefangen halten. Sie waren auf der guten Seite.

„Ihr wusstet nicht, dass der Stein bei seiner Zerstörung den Mondgott beschwört?“ „Nein. Ich schwöre! Wir achten, dass man mit ihm den Mondgott beschwört. Deshalb haben wir ihn zerstört.“

„Hmm… Ich seid gute Kinder. Aber jetzt ist es zu spät. Bruderherz, ich komme zu dir.“ Er schließt seine Augen. Sein Puls stoppt.

„Celicia, was jetzt?“ frage ich sie. Das Wetter wird langsam aber sicher wieder normal. „Nur keine Panik bekommen, nur keine Panik bekommen! Die Barriere wurde zerstört. Das heißt, dass der Mondgott nun auf diese Welt kann. Aber hey, wir wissen immerhin nicht, wie er aussieht und wie stark er ist. Möglicherweise ist er ja ganz schwach. Oder vielleicht will er auch gar nicht kämpfen.“

„Oder vielleicht ist er die größte Bedrohung, die wir jemals hatten. Ganz toll.“ Celicia hat recht. Aber Jon auch. Wir wissen nicht, wie er ist. Ob er nett ist, ob er stark ist.

„Wenn er auf diese Welt kommt, wie merken wir das?“ Celicia schaut auf den Bode. „Gar nicht.“

„Also es könnte jetzt auch sein, dass wir ihn niemals treffen werden?“ „Es kann auch sein, dass er niemals diese Welt betreten wird. Wir wissen es einfach nicht.“

Mittlerweile ist das Wetter wieder normal Aber auf das haben wir in diesem Moment wohl am wenigsten geachtet.

„Was wäre das schlauste, was wir tun können?“ „Die Fahrt dauert über 5 Stunden, nicht?“ fragt Sagumi. „Genau.“ „Dann sollten wir jetzt einfach losfahren. Wir würden so gegen 20 Uhr ankommen. Es lohnt sich nicht, uns jetzt darüber verrückt zu machen, ob er kommt oder nicht.“

„Sagumi hat recht. Jon, G, Celicia, Sui. Fahren wir los.“

Zusammen gehen wir nach Schrafron zurück. Wir geben Yara und Darnell bescheid, dass wir weiter ziehen. Aber diese wollen lieber in Schrafron bleiben. Rainer erzählen wir von dem Vorfall. Er sagte, dass ihm ein Junge mit Narben im Gesicht viel Geld angeboten hat, wenn er oder einer seiner Kunden den Mondstein zerstören. Das kann nur Sen gewesen sein. Direkt danach gehen wir zur Kutsche.

„Wir haben 16 Uhr. Wenn wenig auf den Wegen los st, müssten wir frühstens 19:30 Uhr ankommen.“

Und so ist es. Die Fahrt haben wir uns mit Kartenspielen vertrieben. Zwischendurch haben wir nochmal ein wenig über die Geschehnisse dieses Tages geredet.

Es ist 19:34 Uhr. Die Kutsche hält vor der Stadt. Genau, es ist kein Dorf, sondern eine Stadt. Es gibt einen Uhrenturm, Bomben, aufziehbares Spielzeug. Es ist im großen und ganzen moderner, als die letzen beiden Dörfer, in denen wir waren.

Die anderen laufen vor. Ich und Sui schnallen noch die Kutsche fest. „Das war mal ein wilder Tag.“ „Das kannst du laut sagen. Jetzt haben wir erstmal ein wenig Erholung hier verdient.

„Wieso heißt das Dorf-.. die Stadt eigentlich Gloc?“ „Es ist eine Ableitung von Clock. Also Uhr. Wegen dem Uhrenturm.“ „Ahh, verstehe.“

Zusammen betreten wir die Stadt. Die Eingangstore werden von Rittern bewacht. Wir laufen an ihnen vorbei.

Ich gehe, Schritt für Schritt. Bis mein Fuß den Boden der Stadt berührt. „Sui.. Hast du auch dieses Stechen gespürt?“

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