Der Sonntag beginnt. Morgens klingelt es an der Tür und Divosta kommt uns besuchen. Gestern habe ich Vater alles erzählt. Auch er konnte sich noch erinnern. Gemeinsam haben wir besprochen, dass heute Divosta zu besuch kommen wird, mir beim Erashin lernen helfen wird und wir anschließend in das Regierungsgebäude des Erd-Gebietes gehen. Dort wollen wir schauen, was es noch für kleinere Leute gibt.
Das Training mit Divosta verläuft gut und zügig. Ich lerne in kurzer Zeit wieder mehrere meiner besten Tricks. Auch wenn sie nichts besonderes sind, sie sollten mir für den Moment helfen.
Danach gehe ich zu Vater. Wir laufen gerade die Treppen runter, als sich die Türe öffnet und Iylandra und anschaut. „Ich komme mit“ sagt sie. „Ich wollt doch etwas wegen den Bösen machen, oder?“
„Willst du wirklich mitkommen?“ frage ich sie. „Ja.“ „Vater? Kann sie mitkommen?“ „Wie du willst.“
Zu dritt steigen wir in sein Auto ein und fliegen los. In die gigantische Festung des Erd-Gebiet-Militärs. Während dem Flug erkläre ich ihr alles. Dass Xworyz über die Planeten wacht, sie bei einem zu großen Ungleichgewicht zurücksetzt, wir die kleineren töten müssen und den Planeten schützen müssen.
Dass mir mein Erashin genommen wurde, Vater getötet wurde aber die Welt wiedergeboren wurde und alles wieder gut ist.
Wir landen und folgen Vater in einen großen Raum. „Hier sind die Akten aller uns aufgefallenen Personen. Allerdings sind sie zu stark für unsere Soldaten, da sie kein Erashin haben, die Personen aber schon. Doch für euch sollten sie kein Problem sein. Schaut euch ruhig um. Wir haben alle Zeit der Welt.“
Wir schauen uns die Akten der größten Verbrecher Japans an. Sie befinden sich in den verschiedensten Gegenden. Und fast alle wurden noch nicht gefangen. „Der hier schaut komisch aus“ sagt Iylandra. Wir schauen uns seine Akte an. Es ist ein spanischer Drogenboss, welcher im Norden von Japan lebt.
In der Akte steht, dass viele seiner Kunden gestorben sind, da die Stoffe falsch vermischt waren. Ob er das mit Absicht gemacht hat oder nicht ist unklar.
„Sollen wir mit ihm anfangen?“ frage ich. „Können wir. Er wirkt nicht all zu gefährlich. Ist dein Erashin wieder stark genug?“ „Ist es. Divosta hat mir nochmal die Grundkenntnisse beigebracht.“ Wir sprechen mit Vater und fliegen los, nach Nordjapan.
„Wir werden in ein Hotel einbuchen. Ich habe euch während ihr euch die Akten angeschaut habt mehrere Tausend Yen auf die Bankkarten geladen. Ihr könnt mit einer eigenen App das ganze Geld in andere Währungen umformen. Ganz einfach.“
„Sowas geht?“ fragt Iylandra. „Natürlich. Aber das ist eine Technik, die nur das Militär hat. Also passt gut auf die Karten auf.“ „Werden wir.“ Wir landen und steigen aus. Vater habt ab und sagt: „Ich habe noch viel zu erledigen. Ruft mich an, wenn ihr Hilfe braucht. Ich schicke euch gleich alle Informationen zu dem Typen.“ Er fliegt los und wir stehen irgendwo in der Miyagi Präfektur vor einem Hotel in Tome.
„Sollen wir rein?“ frägt Iylandra. „Gerne.“ Sie läuft vor, ich folge ihr. Im Hotel kaufen wir an der Rezession ein Zimmer, in welches wir, nachdem uns die Frau an der Theke den Schlüssel gibt, gehen. Dort frägt sie mich: „Wie finden wir den Typen jetzt?“
„Vater sagte doch, er gibt uns Infos. Wir müssen nur ein wenig war-“ Während ich rede Vibriert mein Handy. Vater hat mir über Disapp eine Datei geschickt. In dieser stehen alle Infos über den spanischen Drogenbaron – Palochenjo.
„Er soll sich in Tome befinden. Also in dieser Stadt. Schauen wir uns die genauen Informationen an.“ Ich schicke ihr die Datei und wir lesen sie gemeinsam durch. „‚Jeden sechste Tag nach dem Beginn einer Woche‘? Wieso sagen die nicht einfach Sonntag? Wie auch immer. Hier steht, dass er Sonntags immer durch die Gassen läuft und nach neuen Kunden Ausschau hält. Sollen wir nach ihm suchen?“
„Ja. Wir haben das Foto von ihm in seiner Akte. Also wissen wir, wie er aussieht. Suchen wir.“ Zusammen laufen wir die Treppen runter, aus dem Hotel raus und durchsuchen die Gassen.
Es schaut aus, wie eine andere Welt. So viel dunkler, der Boden voller Müll, Blut, kaputten Glasflaschen und halbleeren Spritzen. Wir laufen weiter und sehen irgendwann einen wann. Er sitzt auf einem Karton und spritzt sich etwas.
„W-Wissen sie, wo wir sowas herkriegen können?“ frage ich und zeige auf die Spritze. Mit etwas Glück verrät er uns den Aufenthaltsort von Palochenjo. „J-Ja~ Heute sollte er genau neben dem großen Theater sein. Schaut mal nach~ Er hat das ganz gute Zeug. Hehe.“
„Danke.“ Ich drehe mich um und lauf los. Hinter mir Iylandra. Ich hole mein Handy aus der Tasche und öffne die Maps-App. ‚Theater Tome Miyagi Präfektur‘. Und es kommt sofort. „Nur 5 Minuten zu Fuß entfernt. Prima.“
Wir folgen der von der App vorgegeben Route und sehen in der Ferne die Lichter des Theaters. Rechts und links befindet sich jeweils eine Gasse. Dort wird er sicherlich sein.
Über die Straße gelaufen, an den Menschen vorbei und rein in die Gasse. Und dort sitzt schon ein Mann mit dunkler Jacke, Hut und Brille. Er hat fast den selben Körperbau wie der Mann in den Akten. Das wird er sein. Langsam nähern wir ihm uns.
„Sind sie Palochenjo?“ „Oui?“ „Also ja?“ „Oui je suis mr Palochenjo.“ „Sehr gut“ sage ich, woraufhin ich meine Hand hebe und einen Strahl auf ihn verschieße. Doch der Strahl bleibt in der Luft stehen. „Baguett au fromage?“ fragt er.
Plötzlich dreht sich der Strahl um und fliegt auf uns. Iylandra und ich können in der letzten Sekunde ausweichen. „Je ne suis pas espagnol. Je suis Anglais.“ Was will er uns damit sagen?
Iylandra verschießt Blitzstacheln, doch Palochenjo lenkt sie so um, dass sie hoch in die Luft fliegen. Plötzlich fliegt ein elektrisierter Vogel vor unsere Füße. „Délicieux.“ Es scheint, als wäre dieser man in der Lage, alles mögliche mit seinen bloßen Gedanken zu kontrollieren.
Er steht auf, legt die Brille und den Hut auf die Box, auf der er saß. Und zum Vorscheint kommt ein Mann mit langem, orangenen Bart und kurzen, lockigen Haaren. „Poisson Frit.“ Die Gasse hinter ihm bricht in sich zusammen. Schreie sind zu hören.
„Wie sollen wir ihn besiegen?“ „Ich weiß es nicht“ antworte ich. „Doch ich habe eine Idee. Er kämpft mit seiner Umgebung. Wenn wir ihn an einen Ort locken, wo er nichts tun kann, dann können wir ihn dort töten. Folge mir!“
Sie rennen los. Erst hat Palochenjo nicht vor, ihnen zu folgen. Doch dann beleidigen sie ihn. „Komm mit, du Idiot. Oder traust du dich nicht?“ Nun folgt er ihnen.
Sie rennen zu einem Hochhaus ganz in der Nähe. Palochenjo versucht sie mit dem Verschießen von unterschiedlichen Gegenständen zu treffen. Doch wie durch ein Wunder trifft er nicht ein Mal. Vielleicht hat er auch einfach seine Kontaktlinsen zu Hause vergessen.
„Da oben“ sagt Kazuo und betritt das Hochhaus. Iylandra folgt ihm dicht. Palochenjo ist mehrere Meter entfernt. Sie alle rennen die Treppen hoch. Palochenjo versucht, die einzelnen Treppenstufen aus dem Boden zu reisen. Doch ohne Erfolg.
Auf der vorletzten Etage sagt Kazuo zu Iylandra, dass sie einen anderen Weg gehen soll, der sicher ist. Sie ist dagegen, doch erfüllt seine Bitte und läuft den Gang zur linken Seite entlang. Kazuo geht auf das doch, gefolgt von Palochenjo.
„Il était une fois du pain qui devient rouge et qui mourait. mais plus tard un singe l’a mangé et c’était fort. J’ai des suis mince Moine singe.“ Das kann nicht gut enden. Er meint es ernst. Doch er hat keine Möglichkeit, etwas von hier als Waffe zu benutzen. Wenn ich nun…
In meiner Hand bildet sich ein Erashin Schwert. Ich renne auf ihn zu und will zustechen. Doch dann sagt er: „Le fromage de singe contient du sodium“ und erhebt seine Hand. Der Boden unter uns beginnt zu brechen. Etage für Etage. Ich knalle gegen den Boden und spüre nur noch Schmerz.