Worte der Vyrolia

Von: Hebog Graf


Sie, die uns mit der Gabe des Sprechens und des Schreibend beglückte, ist die höchste aller Gottheiten. Denn könnten gar die, die nicht ihr, sondern einer der anderen Gottheiten die Treue geschworen haben, mit diesen gar nicht kommunizieren, hätte die heilige Vyrolia ihnen nicht die Gabe des Sprechens gegeben. Und als ich ihr einmal den Dank aussprach, da erwiderte sie, wie schon zu unzähligen Leuten zuvor auch:

„Mir braucht man nicht zu danken, denn ist es neben dem Essen, dem Schlafen und dem Lieben ein Grundbaustein der Existenz. Ohne zu sprechen lässt sich nicht leben. Ich tat, was von Nöten war.“

Dann frage ich sie, wieso sie dies tat. Denn die Tiere können auch nicht sprechen. Dennoch schaffen sie es, zu überleben. Da erklärte mir die Vyrolia:

„Das Tier ist dazu verdammt, auf alle Ewigkeiten dasselbe Leben zu führen. Es rennt und isst. Jagt oder wird gejagt. Doch im Menschen sah ich früh potential. Potential dazu, zu errichten, zu lieben, zu leben. So leistete ich meinen Beitrag dazu, aus ihm etwas großartiges und wundersames zu machen. Ein Wesen, ganz nach unseren Vorstellungen. Ein Geschöpf, welches eines Tages an der Spitze stehen und unser Stolz sein wird.“

Da empfand ich ein unbeschreibliches Gefühl von Güte und Stolz und ich ging auf die Knie und sprach erneuten Dank aus.

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