Der Okolluz

Anfangsseite aus einem verbannten Buch aus später Zeit

Von: Marenia Lenus


Der Okolluz. Mit einem eigenen Lied und unzähligen Mythen und Geschichten ist er eine der bekanntesten Figuren unserer Zeit. Und dennoch scheinen ihn die allermeisten nicht einmal zu kennen. Hört man von ihm in Geschichten, so glaubt man, er sei lediglich eine vom Autor erfundene Figur. Sein Lied kriegt man wohl nie zu Ohren, denn wird dieses ausschließlich in der ihm gewidmeten Akademie gesungen, um den dort lebenden Schülern bis an ihr Lebensende klar werden zu lassen, für wen sie denn weiterleben. Nicht für sich oder für ihre Eltern. Nicht für König oder Land. Einzig und allein für den Okolluz, welcher Quell von Magie sein soll.

Genau daraus wird ein Geheimnis gemacht.
Also kein Wunder, dass die Bürger nichts davon wissen. Das hohe Milieu hingegen weiß nicht nur darüber Bescheid, es finanziert das ganze auch noch. Doch das vielleicht faszinierendste von allein ist: Den Okolluz, den gibt es tatsächlich. Keine Erfindung von Autoren oder vom Adel, oder ein Mythos von der Akademie für Magie. Der Okolluz ist eine reale Person. Wobei man sagen müsse, bei ihm handelt es sich um einhundert Personen. Die Anzahl stets am steigen. Denn gibt es nicht ‚den einen‘ Okolluz. Es ist ein Titel, welcher stets weitergegeben wird. Wohl von einem der Schüler an den nächsten. Die Akademie selbst scheint dabei nur ein Vorwand zu sein, potentiell würdige Personen zu finden. Doch wieso das ganze? Das ist bislang das größte aller Rätsel.

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